28. Januar 2020

Knapp bei Kasse: Verkauf oder Verrentung der Immobilie?

Immobilieneigentümer wissen: Ihr Vermögen steckt zu einem großen Teil im Eigenheim. Doch was können sie tun, wenn sie im Ruhestand auf das „Betongeld“ angewiesen sind, weil die Einnahmen aus der Rente zu gering sind? Zwei Lösungen bieten sich an: Verkauf oder Verrentung.

Verkauf der Immobilie im Alter

Ein Verkauf empfiehlt sich, wenn die Senioren nicht an der vertrauten Umgebung hängen. Beispielsweise weil Haus und Garten nach dem Auszug der Kinder viel zu groß geworden und ohne Hilfe nicht mehr zu bewirtschaften sind. Oder weil die Nachkommen weit weg wohnen und man gerne in ihre Nähe ziehen möchte. Dann ist es sinnvoll, sich von der Immobilie zu trennen.

Immobilien-Rente: Interessante Alternative zum Verkauf

Die große Mehrheit der Senioren möchte jedoch zuhause wohnen bleiben. Ein Auszug kommt für sie nicht in Frage. Dann bietet sich die Verrentung an: Dabei wird die Immobile verkauft, im Gegenzug bekommen die Senioren ein lebenslanges Wohnrecht und eine lebenslange Rente – beide Rechte werden an erster Stelle im Grundbuch verankert. Statt regelmäßigen monatlichen Zahlungen sind auch Einmalbeträge genauso wie eine Kombination aus Monatsrente und Einmalzahlung möglich. Durch die Absicherung im Grundbuch gilt die Immobilien-Rente als eine besonders sichere Finanzierung des Alters. Und wie bei einem klassischen Verkauf profitieren die Eigentümer von den aktuell boomenden Eigenheimpreisen.

Erfahrungsbericht Immobilien-Rente

Regina und Uwe Merres aus Norddeutschland haben gründlich geprüft, für welchen Weg sie sich entscheiden wollen. Und sie haben genau gerechnet: „Wenn wir das Haus ganz klassisch verkaufen würden, hätten wir erst mal viel Geld zur Verfügung. Aber wir müssten uns eine neue Bleibe suchen und dafür Miete zahlen. Schätzungsweise 1.200 Euro im Monat. Und wenn wir dann zusätzlich vom Verkaufserlös pro Monat 800 oder 1.000 Euro ausgeben möchten – beispielswiese für Reisen, dann wäre in unserem Fall das Geld aus dem Hausverkauf nach etwa 12 Jahren aufgebraucht. Und dann hätten wir nichts mehr. Kein Haus mehr, kein Geld mehr. Bei der Leibrente ist das anders. Man erhält das lebenslange Wohnrecht und man bekommt die Leibrente lebenslang. Deshalb haben wir uns für eine Immobilien-Rente der Deutsche Leibrenten AG entschieden.“

Prof. Dr. Heinrich Schradin von der Universität Köln empfiehlt Ruheständlern, sich früh Gedanken über die Zukunft ihrer Immobilie zu machen. „Es gilt für Senioren, gerade auch wenn sie im eigenen Heim bleiben möchten, rechtzeitig Kassensturz zu machen und professionell zu planen.“

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